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Leonardo Brandt macht in Zeven eine Ausbildung zum Milchtechnologen. Er arbeitet bei der DMK Group, einer großen Molkereigenossenschaft

Ein Job bei der DMK Molkereigenossenschaft in Zeven, der schmeckt

Leonardo Brandt an seinem Arbeitsplatz in Zeven. Der 22-Jährige ist im dritten Lehrjahr. FOTO: DMK GROUP

Biesterfeld AG

Die frische Buttermilch aus dem Kühlregal lassen sich Leonardo Brandt und seine Freunde besonders gern schmecken. Nicht nur, weil sie eines ihrer Lieblingsgetränke ist – sondern auch, weil Brandt sie mit einiger Wahrscheinlichkeit selbst hergestellt hat. „Wenn ich weiß, dass ich da mitgemischt habe, schmeckt es fast noch besser“, sagt Brandt. 

Der 22-Jährige macht eine Ausbildung zum Milchtechnologen und ist im dritten Lehrjahr. Sein Arbeitgeber: die DMK Group, Deutschlands größte Molkereigenossenschaft. Rund 7800 Mitarbeiter kümmern sich an 20 Standorten um die Milch, die die 5600 Bauern jeden Tag abliefern, und zaubern daraus Produkte wie Käse, Joghurt, Butter, Quark, Babynahrung und Eis. Während der dreijährigen Ausbildung durchlaufen die Azubis verschiedene Bereiche, die sie optimal auf die Arbeit als Milchtechnologe vorbereiten. Die drei wichtigsten am Standort Zeven: H-Milch, Trocknung (Milchpulver) und Frischkäserei, wo Quark und Fruchtbuttermilch hergestellt werden. „Es geht darum, die Produktionsprozesse zu verstehen und die Anlagen zu beherrschen“, erklärt Thomas Will, Ausbilder am DMK-Standort Zeven. Das erlebt Leonardo Brandt gerade hautnah bei der Buttermilch-Produktion: Er säuert die angelieferte Süßrahmbuttermilch mit Milchsäurebakterien an, wiegt je nach Geschmacksrichtung weitere Zutaten ab und mischt sie. Anschließend prüft er den pH-Wert und macht eine Geschmacksprobe. „Bei der Arbeit achte ich darauf, möglichst wenig mit dem Produkt in Berührung zu kommen. Hygiene ist da A und O, wir arbeiten hier schließlich mit Lebensmitteln“, sagt der Azubi.

Wenn alles passt, geht die fertige Frucht-Buttermilch in die Verpackung – und Brandt bereitet die Maschinen für die nächste Abfüllung vor. „Man sollte nicht unterschätzen, wie viel Bildschirmarbeit mit dem Job verbunden ist. Die Kombination aus Handwerk und Steuerung der Anlagen macht ihn so vielseitig“, betont Lena Herkenhoff. Die frischgebackene Molkereimeisterin kümmert sich in Zeven hauptamtlich um die Auszubildenden – hier sind es allein 13 angehende Milchtechnologen, dazu kommen sechs milchwirtschaftliche Laboranten.

Leonardo Brandt ist nach der Realschule über ein Praktikum zur DMK gestoßen. Von seinem Heimatort Selsingen ist es nicht weit nach Zeven, die DMK ist in der Region ein wichtiger Arbeitgeber. Für den schulischen Teil der Ausbildung fährt Brandt ins Milchwirtschaftliche Bildungszentrum in Oldenburg. In der dazugehörigen Lehrmolkerei können die Azubis ihr praktisches Wissen vertiefen und sich ausprobieren.

Zum Beruf gehören auch anspruchsvolle Arbeitszeiten. Zwar sind die Azubis in der Regel in der Frühschicht eingesetzt – aber auch die beginnt um 6 Uhr morgens. Im späteren Berufsleben wird dann meist im Dreischichtbetrieb gearbeitet: „Die Kühe lassen sich eben nicht abstellen“, sagt Ausbilder Will. Für viele Bewerber sei das eine echte Hürde. Andererseits sicherten attraktive Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit schon zu Beginn ein ordentliches Einkommen. PAULINE FEHRMANN
 

Job-Info

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Voraussetzungen: sehr guter ESA oder guter MSA, gute Noten in Mathematik und Naturwissenschaften, Bereitschaft zur Schicht-Arbeit, Hygienebewusstsein
Ausbildungsvergütung: am Standort Zeven 939 Euro im ersten, 1013 Euro im zweiten und 1124 Euro im dritten Jahr
Einstiegsgehalt: am Standort Zeven ab ca. 3000 Euro plus Schichtzulagen
Weiterbildungsmöglichkeiten: Molkereimeister, Studium Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie


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