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Jetzt sind die spannendsten Wochen im Jahr

Tierischer Nachwuchs im Wildgehege Klövensteen

Ein Rothirschkalb gehört zu den jüngsten Bewohnern im Wildgehege Klöven-steen im Stadtteil Rissen Foto: Michel Delling/Bezirksamt Altona

Gute Nachrichten aus dem Wildgehege Klövensteen: Vor Kurzem ist das erste Kalb bei den Rothirschen geboren worden. Bei den Mufflons und Wildscheinen ist der Nachwuchs bereits munter mittendrin. Für die Besucherinnen und Besucher gehört die Kinderzeit bei den Wildtieren zu den spannendsten Wochen. 

Bei den Rothirschen wird in der Regel nur ein Kalb geboren, dessen Geburtsgewicht zwischen knapp sechs und 14 Kilogramm betragen kann. Die Jungtiere können wenige Stunden nach der Geburt bereits stehen und dem Muttertier auch langsam folgen. Sie weisen eine sogenannte Jugendfleckung auf, bei der sich weiße Flecken vom ansonsten rötlich-braunen Haarkleid abheben. Diese Fleckung wirkt tarnend, da ruhig liegende Kälber sich optisch gegenüber ihrer Umgebung auflösen.

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Zu den angeborenen Verhaltensweisen der jungen Kälber zählt es, dass sie nach dem Säugen der Mutter nicht folgen, sondern regungslos in zusammengerollter Haltung auf dem Erdboden verharren. Dies ist eine Schutzfunktion, damit Raubtiere das noch schwache Kalb nicht bemerken, die Hirschkuh sucht den Nachwuchs daher auch nur zum Säugen direkt auf, bleibt aber ansonsten in der Nähe und behält wachsam die Umgebung im Auge. Erst wenn die Kälber einige Tage alt sind und ihren Müttern problemlos folgen können, schließen diese sich wieder dem restlichen Rudel an und oft dürfen dann auch die älteren Geschwister das erste Mal Kontakt aufnehmen.

Wenn die Kälber einige Wochen alt sind, werden regelrechte „Kindergärten“ gebildet, welche von jeweils einer Hirschkuh bewacht werden, solange die anderen Hirsche auf Futtersuche sind. Auch dies wird demnächst im Wildgehege Klövensteen zu beobachten sein.

Das Waldgebiet Klövensteen liegt an der westlichen Grenze Hamburgs zu Wedel und Schenefeld. Es erstreckt sich auf einer Fläche von mehr als 500 Hektar in den Stadtteilen Rissen und Sülldorf sowie in Teilen des schleswig-holsteinischen Umlands. mra
 

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