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Themenwelten Hamburg
Klimaschutz ist auch bei Kindern ein großes Thema

Jeder kleine Schritt zählt

Kinder können ihre Zukunft ein Stück weit in die Hand nehmen Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Politiker/-innen, Wissenschaftler/-innen und Umweltschützer/-innen aus aller Welt verhandeln auf Hochtouren darüber, wie sie den Klimawandel stoppen können. Das bekommen auch schon die Kleinsten in den Nachrichten mit. Ebenso wie die Fridays-for-Future Demonstrationen der etwas Älteren.
 

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Kindern, die ja primär von den Verhandlungsergebnissen betroffen sind, können diese Nachrichten ganz schön viel Angst machen. „Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft mit großen Herausforderungen auf. Sie kriegen Corona, Naturkatastrophen und vieles mehr mit. Ganz wichtig ist es, sie nicht ohnmächtig davor stehen zu lassen mit dem Gefühl: Wie soll ich das denn schaffen?“, sagt Ulrike Broocks vom Klimaschutzmanagement des Bezirksamtes Eimsbüttel. Auch die Kinder können etwas zum Klimaschutz beitragen: „Jeder kleine Schritt zählt“, weiß Ulrike Broocks. Wichtig sei es jedoch, keinen Druck aufzubauen, sondern auf spielerische Weise Klimaschutzmaßnahmen gemeinsam auszuprobieren und in den Alltag zu integrieren.
 

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Kleine Schritte

Das kann morgens mal ein Müsli statt des Salamibrots sein oder die Fahrt zur Schule mit dem Fahrrad statt im Auto. Ulrike Broocks plädiert dabei für Veränderung statt Einschränkungen: „Kein Kind sollte Angst haben, nie mehr Salami essen oder mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen zu dürfen. Aber es kann gemeinsam darüber nachgedacht werden, wo die Lebensmittel eigentlich herkommen und wie sie produziert werden.“ Mit Hinweis auf das Klimaschutzkonzept, das gerade für den Bezirk erstellt wird, empfiehlt Ulrike Broocks, das Thema Klimaschutz in allen Bereichen mitzudenken.
 

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Konsumverhalten

Dabei ist auch das Konsumverhalten ein zentrales Thema: „Nicht alles muss weggeworfen werden. Vieles kann weitergegeben werden. Es kann beispielsweise gemeinsam überlegt werden, ob es wirklich das coole neue Handy sein muss, oder ob es das alte auch noch tut.“ Kinder könnten ihre Klimathemen auch in Schul-AG‘s oder Projektwochen bearbeiten: „Gemeinsame Aktionen machen Spaß. Und egal, was für den Klimaschutz getan wird: Es sollte nie mit dem Zeigefinger auf andere gezeigt werden“, resümiert Ulrike Broocks. mf

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