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November 2017 / Hamburger Ärztemagazin 

Ungewollt kinderlos

Wenn Paare leiden, weil sie keine Kinder bekommen können

Petra Kolle, 1. Vizepräsidentin der Hamburger Apothekerkammer
Petra Kolle, 1. Vizepräsidentin der Hamburger Apothekerkammer
Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie leiden bundesweit 1,5 Millionen Paare unter einem unerfüllten Kinderwunsch – etwa 10 bis 15 Prozent. Knapp 800.000 Paare sind in einer Kinderwunsch-Behandlung – in einer der Kinderwunschkliniken oder einem Kinderwunschzentrum. Experten sprechen von „unerfülltem Kinderwunsch“, wenn nach einem bis spätestens zwei Jahren regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eingetreten ist. Viele Paare leiden nicht nur unter dem eigenen Druck, kein Kind bekommen zu können – auch die Gesellschaft erwartet oft den Nachwuchs „sehnsüchtig“. Der wichtigste Einflussfaktor ist das Alter der Frau. 

Prof. Jan-Steffen Krüssel,Präsident der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin
Prof. Jan-Steffen Krüssel,
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin
Schon ab dem 30. Geburtstag nimmt die Fruchtbarkeit der Frau ab und ab 40 besteht eine deutlich geringere Chance, spontan eine Schwangerschaft zu erzielen. Denn auch unter optimalen Bedingungen liegt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus bei maximal 25 Prozent (höchste Fruchtbarkeit der Frau zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr). Wege der Hilfe gibt es heute viele: Neben einer Hormontherapie können unterschiedliche Stufen und Verfahren der künstlichen Befruchtung eingesetzt werden. Neueste Studien versuchen, mehr Eizellen für die künstliche Befruchtung zu gewinnen – das hilft gerade älteren Frauen mit Kinderwunsch. Aber auch die Präimplantationsdiagnostik (PID) macht immer weitere Fortschritte. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, Prof. Jan-Steffen Krüssel, sieht die In-Vitro-Fertilisation als Schlüssel für die Weiterentwicklung reproduktionsmedizinischer Methoden. „In Deutschland sind inzwischen drei Prozent aller Lebendgeborenen das Produkt einer Sterilitätsbehandlung“, so Krüssel, der das universitäre Kinderwunschzentrum in Düsseldorf leitet. In Deutschland erblicken inzwischen jährlich etwa 30.000 Babys mit Hilfe der Kinderwunschzentren das Licht der Welt.

Mit Händen dauerhaft Schmerzen lindern

Peter Glatthaar, Artz und Osteopath
Clevere Kombination: Hr. P. Glatthaar teilt sich die Räume mit einer Praxis für Physiotherapie
Clevere Kombination: Hr. P. Glatthaar teilt sich die Räume mit einer Praxis für Physiotherapie
Wenn es sprichwörtlich heißt, bei einem Arzt sei man in guten Händen, gilt das für die Patienten von Peter Glatthaar im wahrsten Sinne des Wortes: Der Hamburger Arzt und Osteopath hat sich auf die Behandlung des Stütz- und Bewegungsapparates durch die Hilfe seiner Hände spezialisiert.

Ob Rücken, Nacken, Schulter, Knie oder Hüfte, wenn es dort sticht und schmerzt, helfen Medikamente selten. Sie lindern nur kurzzeitig die Symptome, bekämpfen langfristig nicht die Ursachen. Hr. Glatthaar geht mit seinen leidgeprüften Patienten einen anderen Weg: mit Osteophatie und der manuellen Therapie nach Geoffrey Maitland, der physiotherapeutische Konzepte entwickelte. „Bevor eine Behandlung beginnen kann, muss der Befund zweifelsfrei feststehen“, erklärt der Mediziner. Auf der Suche nach den Ursachen stehe die Untersuchung von Bewegungen im Mittelpunkt, nicht die von Röntgenbildern. Der genauen Quelle des Schmerzes auf die Spur zu kommen, sei entscheidend für die weiteren Behandlungsmethoden; das Gespräch mit dem Patienten über die Schmerzentwicklung ist deshalb umso wichtiger.

Ungewollt kinderlos Image 4
Durch Ertasten mit den Fingerspitzen kann Glatthaar schließich feststellen, ob der Schmerz durch einen Nerv, ein Gelenk, einen Muskel oder eine Fascie verursacht wird. „Je nach Befund wende ich dann mobilisierende Techniken beim Patienten an“, erklärt Hr. Glatthaar. „Dabei handelt es sich um eine besonders schonende Therapie mit den Händen, die die Schmerzursachen beseitigen kann.” Auf Spritzen verzichtet er bei seinen Behandlungen. Und Medikamente werden selten eingesetzt; dafür werden Osteopathie, Physiotherapie und Massage oft verschrieben.
Praxis Peter Glatthaar, Borsteler Chaussee 5, 22453 Hamburg
Private Kassen und Selbstzahler, Telefon: 040–57 00 88 95, Fax: 040–57 1452 10
info@ maitland-praxis.de
www.maitland-praxis.de

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, alle Kassen
Telefon: 040 – 55 77 36 43, info@bodyworks-krankengymnastik.de
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