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Mensch & Medizin

OrthoCentrum Hamburg: Minced Cartilage – neues Verfahren für Knorpelschäden

Intakte Kniegelenke sind Voraussetzung für ein aktives Leben. Foto: MEV
Intakte Kniegelenke sind Voraussetzung für ein aktives Leben. Foto: MEV
Erstmalig können jetzt lebende Knorpelzellen am Knie entnommen und transplantiert werden – und das alles während eines einzigen Eingriffs. So können Knorpelschäden am Knie schnell und schonend behandelt werden. Das OrthoCentrum in Hamburg ist eines der ersten Zentren in Deutschland, welches das neue Verfahren anbietet.

Fehlt Knorpel am Knie, kann das sehr schmerzhaft sein. Denn der Knorpel dient dem Kniegelenk als „Puffer“. Wird dieser Knorpel dünner, kommen sich die gelenkbildenden Knochen immer näher. Das verursacht Knieschmerzen, zunächst vor allem bei körperlicher Belastung, später in Ruhe.

Jetzt gibt es ein ganz neues Verfahren, um den fehlenden Knorpel wieder aufzubauen. Es nennt sich Minced Cartilage („Zerkleinerter Knorpel“). Dr. Johannes Holz, Orthopäde und Sportmediziner im Ortho-Centrum in Hamburg erklärt: „Für das Minced Cartilage-Verfahren saugen wir an einem noch intakten Bereich des Knies gesunde Knorpelzellen ab, bereiten sie speziell auf und setzen sie an der geschädigten Stelle wieder ein. Der defekte Bereich regeneriert sich. Es bildet sich eine neue feste Knorpelschicht.“
 
ZIM Scholz
Die Vorteile: Da ausschließlich lebende Knorpelzellen des Patienten verwendet werden, erholt sich der geschädigte Knorpel viel besser. Dazu kommt, dass alles in einem einzigen Eingriff durchgeführt werden kann. Der ambulante Eingriff dauert etwa 30 Minuten. Als Nachbehandlung ist Physiotherapie am wichtigsten. Nach sechs Wochen hat sich in der Regel eine so feste neue Knorpelschicht gebildet, dass der Patient das Knie voll belasten und auch wieder Sport treiben kann. Das Minced Cartilage wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
 
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