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Themenwelten Hamburg
Ja, es gibt viele, viele mehr … Auf dieser Doppelseite stellen wir sechs Menschen vor, die die Motorradszene in Hamburg auf ganz unterschiedliche Art und Weise bewegen. Wir haben sie gebeten, sich in wenigen Sätzen vorzustellen und eine kleine Auswahl an Fragen zu beantworten.

Köpfe der Szene


SHARIAR FOROUTAN 

Der Helm-Spezialist fährt auch gern einmal auf die Rennstrecke 

Mein Name ist Shariar Foroutan, bekannt unter dem Namen Charly und ich bin Inhaber von Profil Hamburg und dem Helmstudio Hamburg, den beiden Fachgeschäften für Motorradbekleidung im Herzen Hamburgs. Ich bin 48 Jahre jung und fahre zurzeit eine Night Road Special von Harley Davidson oder Triumph Tiger. Vor einigen Jahren konnte man mich auch gerne auf Rennstrecken antreffen, mit meiner S1000RR. Dies hoffe ich auch, bald mal wieder machen zu können.

Saison oder ganzes Jahr? Natürlich das ganze Jahr!! Ich möchte mir meine Freiheit nicht durch irgendwelche Kennzeicheneinschränkungen nehmen lassen! Es gibt auch schöne Tage im Oktober!

Verbrenner oder Elektro? Verbrenner, ist doch ganz klar!!!! Man muss das Moped hören!!!

Harley- oder BMW-Days? Harley Days … Die Atmosphäre ist aus meiner Sicht die lockerere ….

Alpen oder Skandinavien? Alpen! Schöne Pässe, Schöne Landschaft und abwechslungsreiches Wetter.

Bikerhotel oder Campingplatz? Ich nehme das Bikerhotel! Es gibt nichts Schöneres als nach einer schönen Tour eine heiße Dusche zu nehmen und sich dann mit einem Drink auf die Terrasse zu setzen.
 

BMW Motorrad Zentrum Hamburg

JENS KOCH ALIAS „DOC JENSEN“

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Der Moto-Guzzi-Spezialist fährt am liebsten auf einsamen Straßen

Moin, ich bin Jens Koch alias „Doc Jensen“ – Baujahr 1967 – Maschinenschlosser, Dipl. Sozialpädagoge und auf Moto Guzzi spezialisierter selbstständiger Zweiradmechaniker-Meister. Den Spitznamen hat mir mein Kumpel, der Motomania Comiczeichner Holger Aue verpasst und meine Guzzi-Versessenheit sogar in einem Werk verewigt. Als ich 1987 meine erste Moto Guzzi, eine Le Mans 2, unter die Schrauberhände bekam, war es um mich geschehen. Nach erfolgreicher Arbeit wurde daraus eine Profession. Ich beschäftige mich mit allem, was man im Motorradgeschäft aus einer Marke machen kann.

Saison oder ganzes Jahr? Meine Guzzis sind immer angemeldet. Klar, macht das Fahren bei schönstem Wetter am meisten Spaß, aber wer kennt das nicht? Die ersten wärmeren Stunden im Jahr und schon kribbelt es. Egal ob auf dem Kalender 1. Februar steht.

Leder oder Textil? Da bin ich flexibel. Alles hat seine Berechtigung. Die gute alte Schwabenleder-Kombi ist ein Muss auf meinen Oldtimern, wieder Le Mans 2 oder meiner 850T. Bei kühlem Wetter, längeren Touren schwöre ich auf atmungsaktive Textil-Kombis.

Treff oder einsame Straßen? Am liebsten fahre ich auf einsameren Straßen ohne viel Getümmel. Der Sound des Guzzi-Motors, das Bike rüttelt und schüttelt sich. Fahrer und Maschine eine Einheit, das liebe ich.

Verbrenner oder Elektro? Da gehöre ich zum alten Schlag. Ganz klar Verbrenner. Für mich lebt das Motorradfahren vom Motoren- und Auspuffsound. Das vermisse ich bei den Elektrobikes. Die Beschleunigung ist krass, aber das ist für mich nicht so wichtig.

Reisen oder rasen? Rasen war noch nie so mein Ding. Ich tendiere zur Genussfahrt.


JÜRGEN GRIESCHAT

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Dem Motorradreiseführer geht es um Entdeckungen

Ich heiße Jürgen Grieschat, Jahrgang 1951. Unter dem Label Mottouren organisiere und begleite ich seit 30 Jahren Motorradreisen und -trainings. 1992 bin ich als Erster mit einem BMW-Motorradquer durch Sibirien nach Japan gefahren. Themenreisen nach und in Osteuropa und Russland sind meine Spezialität und haben mir den Szenenamen „Juri“ eingebracht. Ich bewege alles, was motorisiert auf zwei Rädern unterwegs ist. Zurzeit: – BMW R 100 GS PD – Yamaha Ténéré 700 – Ural 650 Gespann.

Saison oder ganzes Jahr? Ich bin schon immer ein Ganzjahresfahrer gewesen. Denn: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur nicht ausreichende Motorradbekleidung.

Treff oder einsame Straßen? Nach meiner Philosophie ist „touren“ eng mit dem Begriff „entdecken“ verbunden. Von daher sind viele der bemerkenswertesten alternativen Routen diejenigen, die parallel zu den gut ausgebauten Hauptstraßen verlaufen.

Gruppe oder allein? Gelegentlich fahre ich alleine, am liebsten aber zu zweit, weil ich mich gerne austausche und es auch ein Stück Sicherheit bringt. Da ich aber geführte Motorradreisen zu meinem Beruf gemacht habe, bin ich auch gerne in Gruppen unterwegs.

Schotter oder Straße? Diese Frage hat sich mir noch nie gestellt. Die Wahl der Strecke hängt davon ab, wie viel Zeit ich mir nehmen kann und will. Die Möglichkeiten des Entdeckens vervielfachen sich auf kleinen Straßen. Einige der schönsten Plätze der Welt können sogar nur über Pisten erreicht werden.

Bikerhotel oder Campingplatz? Abhängig von Reise und Ziel. Auf Enduroreisen etwa nach Island ziehe ich Camping vor. An vielen interessanten Orten gibt es keine Hotels.


MATTHIAS KRONER

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Der Rukka-Mann liebt das Reisen auf zwei Rädern – und gemütliche Hotels

Ich bin Matthias Kroner 62 Jahre alt, genannt „The Rukka Man“, Country Manager von Rukka Deutschland und Österreich, dem finnischen Produzenten und Spezialisten für Gore-Tex-Motorradbekleidung. Unser Motto lautet „Defense & Comfort“ und mit diesem Motto fahre ich mit meiner KTM 1290 Adventure S das ganze Jahr in Deutschland und Europa. Vorwiegend fahre ich in Gruppen, bei denen ich oft als Tourguide fungiere und gerne unsere Produkte teste und bekannt mache.

Leder oder Textil? Ich fahre fast immer in Textil, weil das viel komfortabler und auch sicherer als Leder ist. Hin und wieder fahre ich aber auch einen wasserdichten Lederanzug und bin überrascht, wie gut sich der auch fährt.

Reisen oder rasen? Im Grunde reise ich gerne, damit ich mit meiner motorradfahrenden Frau viele gemeinsame Eindrücke von Land und Leuten kennenlernen kann. Ab und zu mal fahre ich aber auch etwas sportlicher, was meine KTM 1290 Adventure S durchaus zulässt.

Schotter oder Straße? Ich bevorzuge lieber die Straße, möglichst mit vielen Kurven. Schotter geht auch, ist aber nicht mein Favorit.

Gruppe oder allein? Ich liebe Gruppentouren wegen der Geselligkeit nach dem Biken.

Bikerhotel oder Campingplatz? Ehrlich gesagt mag ich lieber gemütliche Hotels, weil ich nicht nur komfortabel reise, sondern auch entsprechend gerne schlafe und nicht den gemütlichen Abend mit Bar und Restaurant vermissen möchte.


SASCHA BERGMANN

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Für den Motorradhändler sind einsame Berg- und Talfahrten wie Balsam für die Seele

Ich bin Sascha Bergmann, 29 Jahre jung und Teil der Geschäftsführung des familiengeführten Motorradhändlers Bergmann & Söhne GmbH. Als „Motorradhändler-Sohn“ wurde mir die Begeisterung für das motorisierte Zweirad schon früh in die Wiege gelegt. Ein eigenes Motorrad habe ich nicht, da jedes Jahr die Neuheiten vor der Tür stehen.

Saison oder ganzes Jahr? Vor ein paar Jahren bin ich noch das ganze Jahr unterwegs gewesen, doch überwiegen heute die Annehmlichkeiten eines Autos im Winter.

Treff oder einsame Straßen? Lieber einsame Straßen mit Kurven, so weit das Auge reicht, als überfüllte Motorradtreffpunkte. Eine einsame Berg- und Talfahrt in den Bergen ist wie Balsam für die Seele.

Reisen oder rasen? Ganz klar beides! Das Hobby Motorradfahren ist so facettenreich, eine Tour bis nach Griechenland oder Rundenzeiten jagen in Oschersleben hat für mich die gleiche Faszination.

Schotter oder Straße? Auch hier gibt es kein entweder oder. Ich habe das Motorradfahren im Gelände erlernt und kann mir nichts Schöneres vorstellen, als im Süden Europas beim Endurofahren Land und Leute hautnah zu entdecken.

Leder oder Textil? Kommt auf den Einsatzzweck an, aber ich fühle mich am besten aufgehoben in meinem Leder-Zweiteiler. Auf der Rennstrecke ist Leder unabdingbar, doch stand ich auch schon einmal mit einer Enduro bei einer Händlertagung im Lederkombi.


DENNIS CIMINSKI

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Der Motorradreisende möchte endlich wieder losfahren!

Ich bin Dennis Ciminski , 42 Jahre alt, Motorrad-Reisender, Fotograf und begeisterter Vortragsredner: Lange Zeit habe ich überlegt, wie es weitergehen soll. Was sind die nächsten Reiseprojekte und mit Corona mussten Touren nach Aserbaidschan oder in den Ural erst mal verschoben werden. Aber sobald es die Lage zulässt, werde ich mir meine Yamaha Tenere 700 schnappen, mein Zelt aufschnallen und los! Egal wohin. Denn in der heutigen Zeit, ist der Weg das Ziel. Meine beiden Motorräder: Yamaha Tenere 700 und Triumph Speed Triple RS. Meine Reiseeindrücke zeige ich auf meinem Instagram-Account Dennis_Ciminski.

Saison oder ganzes Jahr? Ich war schon mal härter, aber meine beiden Maschinen haben kein Saison-Kennzeichen. Sobald kein Salz und Schnee oder Eis auf der Straße liegt und die Temperaturen nicht allzu kalt sind: Rauf auf den Bock!

Treff oder einsame Straßen? Einsame Straßen – und manchmal müssen es nicht mal die typischen Motorradstrecken sein – denn Genuss kommt von allein!!!

Reisen oder rasen? Die Tenere 700 zum Reisen und Genießen. Die Speed-Triple zum gepflegten Angasen (natürlich im gesetzlichen Rahmen).

Leder oder Textil? Bei 25.000 km unter allen Wetterbedingungen? Ganz klar Textil. Aber Moment – ich hab ja einen wasserdichten Lederanzug ... ;-)

Bikerhotel oder Campingplatz? Gern auch mal der finnische See in der Wildnis. Mein Zelt ist auf meinen Reisen immer dabei. Aber gegen ein gutes Hotel spricht ja als Seelenstreichler auch nichts.

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