Anzeige
Themenwelten Hamburg
Ein vielseitiger und kreativer Beruf

Ein vielseitiger und kreativer Beruf

Hellmuth Frey, Obermeister der Innung für das Siebdrucker-Handwerk in Hamburg, über den Ausbildungsberuf Medientechnologe Siebdruck

Eine Medientechnologin Siebdruck bei der Arbeit: Nach der Gestaltung am Computer folgen mehrere handwerkliche Schritte bis zum optimalen Druckergebnis
Eine Medientechnologin Siebdruck bei der Arbeit: Nach der Gestaltung am Computer folgen mehrere handwerkliche Schritte bis zum optimalen Druckergebnis
Herr Frey, was macht eigentlich ein Siebdrucker?

Hellmuth Frey: Salopp formuliert würde ich sagen, er hilft seinen Kunden dabei, aufzufallen. Er bedruckt häufig selbstklebende Folien, die heute vielfach in Büros als Sichtschutz eingesetzt werden, mit Logos oder Werbebotschaften. Auch das Bedrucken von Kartons, Textilien, Kugelschreibern, Schildern, Fahrzeugen oder City-Light-Postern gehört zu seinem Aufgabenbereich. Lichtbeständige Farben und wetterfeste Materialien machen den Siebdruck überall einsatzfähig.

Vor einigen Jahren wurde der Siebdrucker durch den Medientechnologen Siebdruck als staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ersetzt. Was waren die Gründe dafür?

Frey: Vor allem der Wandel des Berufs. Der Medientechnologe Siebdruck muss heute eine Fülle von spannenden Aufgaben bewältigen. Er ist sowohl gestalterisch als auch handwerklich tätig. Zum einen deckt seine Arbeit ein breites kreatives Spektrum ab, zum anderen hat er es mit vielen verschiedenen Materialien zu tun. Außerdem besteht der Prozess des Siebdruckens aus diversen Arbeitsschritten.
Man könnte also von einer interessanten, vielseitigen Ausbildung sprechen, die in einen Beruf mit Zukunft führt?

Frey: Auf jeden Fall. Ein Azubi lernt im Laufe der drei Jahre den gesamten Bereich des Siebdrucks von der Planung des Ablaufs von Druckaufträgen über die Druckvorstufe inklusive der Herstellung von Druckvorlagen am Computer und die Druckformherstellung bis hin zur Steuerung der Siebdruckprozesse kennen. Darüber hinaus kann er sich noch auf den Digitaldruck oder den Tampondruck spezialisieren. Der Digitaldruck kommt insbesondere bei großformatigen Beschriftungen für Gebäude oder Fahrzeuge zum Einsatz, der Tampondruck ist vor allem bei Werbegeschenken gefragt, wenn es darum geht, Spielzeuge, Kugelschreiber oder Tassen individuell zu bedrucken.


Wie kann es nach der Ausbildung weitergehen?

Frey: Als Geselle kann der Medientechnologie Siebdruck seinen Meister machen, um anschließend als Betriebs- oder Abteilungsleiter tätig zu sein, oder er geht in einen Industriebetrieb, wo die Arbeit des Siebdruckers sehr gefragt ist. Auch eine Tätigkeit in einer Werbeagentur kommt infrage. In jedem Fall sind Medientechnologen Siebdruck gefragte Männer und Frauen – und das auch in Zukunft.

Berufsorientierungsmesse Handwerkswelten

Auch in diesem Jahr gibt die Berufsorientierungsmesse Handwerkswelten wieder interessante Einblicke in diverse Gewerke und die Möglichkeiten, dort eine Ausbildung oder ein duales Studium zu absolvieren. Dabei wird Schülern, Lehrkräften und Eltern Handwerk zum Anfassen geboten, etwa in der Berufe-Arena, auf der Mitmach-Baustelle oder beim Live-Styling der Friseure. Zudem stehen Fachleute und Azubis verschiedenster Gewerke für Gespräche bereit.

Die Messe ist eine Veranstaltung der Handwerkskammer Hamburg in Zusammenarbeit mit Innungen, Betrieben und der Berufsakademie Hamburg. Termine: Dienstag, 18.9., und Mittwoch, 19.9., jeweils von 9 bis 16 Uhr, Ehrenhof des Hamburger Rathauses, Eingang Große Johannisstraße. Der Eintritt ist frei.

www.handwerkswelten.de 

Wir haben, was Sie suchen.
Weitere Artikel