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Themenwelten Hamburg

21./22.10.2017 / Das eigene Haus

Baumängel rasch entdecken

Schutzgemeinschaft rät, auf die Abnahme nie zu verzichten

Wurde das Haus bereits in der Bauphase im Rahmen einer baubegleitenden Qualitätskontrolle regelmäßig von einem Sachverständigen kontrolliert, dürften sich Qualität und Quantität von Baumängeln in Grenzen halten Foto: djd/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende
Wurde das Haus bereits in der Bauphase im Rahmen einer baubegleitenden Qualitätskontrolle regelmäßig von einem Sachverständigen kontrolliert, dürften sich Qualität und Quantität von Baumängeln in Grenzen halten 
Foto: djd/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende
Die meisten Bundesbürger sind heute bereit, beim Hausbau hohe Beträge in die Energieeffizienz zu investieren. Damit wollen sie langfristig den Wert der Immobilie sichern und sich unabhängiger vom Energiemarkt machen. Hausanbieter haben sich auf diese Wünsche eingestellt und werben mit niedrigen Energieverbrauchswerten. Damit die Werte auch wirklich eingehalten werden, muss das verwendete Material frei von Fehlern und nach Herstellervorschrift korrekt verarbeitet sein.

Mit einer Luftdichtheitsprüfung und einer Bauthermographie können Schwachstellen wie Leckagen oder Wärmebrücken aufgezeigt werden. Die Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende etwa kooperiert dabei mit dem Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau.

„Thermographie-Gutachten durch zertifizierte Thermographen können dazu beitragen, langfristig Schäden am Haus sowie Wärme- und Kältebrücken zu vermeiden“, sagt Florian Haas, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft. Mitglieder erhalten die Infrarot-Thermographie zudem zu einem Sonderpreis.

Die Thermographie kann Teil der Bauabnahme sein. Diese wird von vielen Bauherren als rein formaler Akt angesehen, tatsächlich hat sie Rechtswirkung und eine oft unterschätzte Bedeutung. Laut Gesetz ist der Besteller verpflichtet, das neue Haus nach vertragsgemäßer Herstellung abzunehmen. Tut er dies nach Ablauf einer vom Unternehmer bestimmten angemessenen Frist nicht oder zahlt er die Schlussrate ohne Beanstandungen, gilt das Bauwerk trotzdem als abgenommen.

„Mit der Abnahme erkennt der Auftraggeber an, dass der Auftragnehmer seine vertragsgemäß geschuldete Leistung im Wesentlichen erbracht hat“, so Haas. Und das habe weitreichende Folgen, angefangen mit der vertraglich vereinbarten Gewährleistungsfrist. Diese beginnt mit dem Tag der Bauabnahme.

Ab jetzt muss der Bauherr dem Unternehmer nachweisen, dass ein Mangel auf dessen ungenügende Leistung zurückzuführen ist. Zudem gehen mit der Abnahme sämtliche Gefahren und Risiken auf den Bauherren über. Er ist von nun an für die Versicherung des Hauses gegen Sturm, Brand, Wasser oder Diebstahl zuständig. Zudem ist nach der Abnahme die Schlussrate des Werklohns für den Bauunternehmer zu entrichten.

„Bauherren sollten eine förmliche Abnahme deshalb bereits im Werkvertrag vereinbaren und eine fiktive Abnahme ohne Begehung unbedingt vermeiden“, rät Haas. Idealerweise sollte das Haus bereits vor dem Abnahmetermin von einem Bausachverständigen begutachtet werden. (djd/mra)

www.finanzierungsschutz.de

Wenn Wohnraum und Garten ineinander fließen

Durch Glasfaltwände oder -schiebetüren wird der barrierefreie Übergang jederzeit möglich Foto: gpp/Huf
Durch Glasfaltwände oder -schiebetüren wird der barrierefreie Übergang jederzeit möglich Foto: gpp/Huf
Bei vielen modernen Einfamilienhäusern und Bungalows schwinden die Grenzen zwischen Innen und Außen. Raumhohe und bodentiefe Panoramafenster und Glasfronten geben den Blick frei in die Umgebung, sorgen für maximale Helligkeit im Gebäude und eine offene und großzügig wirkende Atmosphäre.

Tageszeiten, Naturschauspiele und Wetterereignisse sind im geschützten Wohnraum erlebbar. Durch Glasfaltwände und -schiebetüren wird der nahtlose, barrierefreie Übergang zwischen Drinnen und Draußen im Erdgeschoss jederzeit möglich. Wohnraum und Garten fließen dann förmlich ineinander und der Außenbereich wird nicht mehr nur als abgetrennter Ort für gelegentliche Sonnenstunden gesehen, sondern vielmehr als Erweiterung des Lebensraumes genutzt.

„Gerade bei Architektur, die sich nach außen öffnet, spielt die Planung und durchdachte Anlage des Gartens eine wichtige Rolle. Innen- und Außenbereiche sollten von Anfang an als Einheit gesehen werden“, sagt die Landschaftsarchitektin Sarah Huf.

Vor dem Schlafzimmer kann beispielsweise ein Gartenteich angelegt werden oder ein Platz für eine Sonnenliege entstehen, vor dem Wohnzimmer gibt es eine Terrasse mit Lounge-Ecke oder einen Kinderspielplatz. Von der Küche aus betritt man direkt einen kleinen Essplatz im Freien. So wird der Charakter eines einheitlichen Wohnbereichs verstärkt.

Landschaftsarchitektin Huf rät: „Soll der Übergang zwischen Innen- und Außenbereich auch optisch besonders fließend sein, setzt man auf ähnliche Formen, Farben und Materialien.“ (gpp/mra)

Gesund restaurieren ohne Chemie

Atmungsaktive Lasuren verleihen Holzmöbeln eine frische Optik Foto: djd/biopin
Atmungsaktive Lasuren verleihen Holzmöbeln eine frische Optik Foto: djd/biopin
Küchenschränke und Türen lackieren, die Holzvertäfelung mit einer Lasur versehen und den Esstisch gründlich einölen: So erhält das Zuhause im Handumdrehen eine neue Optik. Auch ohne intensive Vorkenntnisse kann man zu Pinsel und Farbe greifen und direkt mit dem Heimwerken beginnen. Doch Vorsicht: Nicht nur Allergiker sind gut beraten, genau zu schauen, was in den Anstrichmitteln steckt. Mit Lacken, Lasuren und Farben holt man sich sonst schnell unerwünschte Chemie, Ausdünstungen und ähnliche störende Effekte ins Haus.

Dabei geht es heute problemlos „ohne“: Farben und Lacke auf natürlicher Basis stehen den konventionellen Produkten in Sachen Farbwirkung und Qualität in nichts nach. Zugleich kann sich der Verbraucher sicher sein, den Anstrich mit natürlichen Bestandteilen vorzunehmen.

Die Naturfarben werden auf pflanzlicher Basis, mit Ölen oder nachwachsenden Bestandteilen wie zum Beispiel Bienenwachs hergestellt und sind für Mensch und Tier vollkommen ungefährlich. Gut zu wissen: Die Verarbeitung ist ebenso einfach wie bei konventionellen Lacken. Und auch in Sachen Gestaltung bieten die Naturmaterialien alle Freiheiten – etwa beim Anstrich von Wänden. Von der matten Silikatfarbe bis zur bunt eingefärbten Wandfarbe ist alles möglich.

Individueller Fahrplan für Sanierungen

Eigentümer wollen ihre Wohnhäuser Schritt für Schritt sanieren. An Wänden, Fenstern, Heizungen und Dächern gibt es viel zu planen – oft über viele Jahre hinweg. Hier hilft der individuelle Sanierungsfahrplan, den die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung und dem Passivhaus Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie entwickelt hat: Er fasst anschaulich die Ergebnisse einer Energieberatung zusammen, verschafft Eigentümern einen Überblick über die Maßnahmen und kann gemeinsam mit dem Energieberater abgearbeitet werden. (ots/mra)

Neue Heizung hilft, Energie zu sparen

Ein klares Zeichen, dass der Heizkessel veraltet ist, sind hohe Abgaswerte. Diese werden jährlich vom Schornsteinfeger gemessen. Hausbesitzer sollten sich die Messwerte vom Schornsteinfeger erläutern lassen. Aber Achtung: Der Umkehrschluss gilt hier nicht. Gute Abgaswerte sind kein Beleg für gute Effizienz. Auch Niedertemperatur- kessel können gute Abgaswerte erreichen, obwohl sie höchst ineffizient arbeiten.

Bei allen Kesseln, die vom Schornsteinfeger mit Klasse C oder schlechter eingestuft werden, besteht Modernisierungsbedarf. Dringend nötig ist der Austausch, wenn Rost sichtbar ist. (ots/mra)

www.dena.de
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