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FREIWILLIGENDIENST Alternative im Corona-Jahr

Paritätische Freiwilligendienste Hamburg: Im Einsatz für die Allgemeinheit

Grafiken: gettyImages / thinkstock

HAMBURG Corona hat die Zukunftspläne vieler junger Menschen durcheinander gebracht. Nach der Schule einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen, kann gerade in diesem wirtschaftlich unsicheren Jahr eine sinnvolle Alternative sein. Zahlreiche soziale Einrichtungen bieten freie Plätze an – auch in unserer Region.

„Für Schulabsolventen ist momentan völlig unklar, wie sie ins Berufsleben starten können. Die wirtschaftliche Unsicherheit lässt viele bisher sichere Berufe plötzlich in ganz anderem Licht erscheinen. Wir wissen von Arbeitgebern, die ihre Zusage eines Ausbildungsplatzes zurückgezogen haben. Andere scheuen sich, weitere Azubis einzustellen“, so Torsten Dalitz, Leiter der Freiwilligendienste des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der in Hamburg Dachverband von rund 400 sozialen Organisationen ist.

Das muss aber nicht zwangsläufig zu einer Lücke im Lebenslauf führen. „Gerade jetzt ist ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst der ideale Weg, erste Berufserfahrung zu sammeln, Geld zu verdienen und sozialversichert zu sein sowie eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit auszuüben“, so Dalitz. Ein FSJ oder ein BFD kann in Vollzeit oder auch Teilzeit absolviert werden und dauert zwischen sechs und zwölf Monaten, kann aber auch auf 18 Monate verlängert werden.
 

Junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren haben für ihr FSJ oder ihren BFD die Wahl zwischen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Die Teilnehmenden erhalten Verpflegungsgeld, ein monatliches Taschengeld und zahlreiche kostenfreie Bildungstage. Für Menschen, die über 27 Jahre alt sind, steht ausschließlich der BFD offen. Peter Löbenbrück

Unter www.bfd-hamburg.de und www.hamburg-fsj.de finden Interessierte eine aktuelle Übersicht der freien Plätze. Bei Fragen helfen die Mitarbeitenden der Paritätischen Freiwilligendienste unter Tel. 040/ 399263-46 gerne weiter.

FSJ, BFD, FÖJ, ENTWICKLUNGSPOLITISCHER UND INTERNATIONALER FREIWILLIGENDIENST

Ob karitative Einrichtungen, Kitas, Schulen, Feuerwehren, Sportvereine oder Umwelt- und Naturschutz: Viele dieser Bereiche funktionieren nur, weil sich Menschen ehrenamtlich einsetzen.

Wer die Zeit bis zum Ausbildungs- oder Studienbeginn sinnvoll überbrücken oder aber vor der endgültigen Berufswahl ein Berufsfeld und auch sich selbst besser kennenlernen möchte, kann in diesen und vielen weiteren Einrichtungen, Projekten oder Organisationen einen Freiwilligendienst leisten.

Betreuer unterstützten die Freiwilligen bei der Einarbeitung in ihren Bereich und helfen bei eventuellen Problemen. An Seminartagen setzen sich die Teilnehmer mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit kulturellen, politischen und sozialen Themen auseinander.

Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums haben sich im vergangenen Jahr bundesweit rund 90.000 Schulabsolventen – also ungefähr jeder Fünfte – für ein gemeinnütziges Engagement entschieden. Die meisten machen ein FSJ (ca. 50.000) oder einen Bundesfreiwilligendienst (ca. 30.000). Jeweils ein paar Tausend absolvieren ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst (z. B. „Weltwärts“) oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst. (pl)

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