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Der Musiker Yann Sterling wohnt und arbeitet seit 2020 in Schnelsen

Yann Tiersen aus Schnelsen: Der Mann am Klavier


„Taiwan“ heißt Yann Sterlings neuestes Werk und er bezeichnet es als „Mini-Album“ – weil nur vier Klavierstücke darauf zu finden sind. Mit seiner Freundin hat er 2019 Taiwan bereist. Die Stücke sind vier Städten in dem kleinen Inselstaat östlich von China gewidmet, erzählt der Musiker und Komponist. Yann Sterling ist ein Pseudonym. Da er in seinem „richtigen“ Leben einem ganz anderen Beruf nachgeht, ist für den 37-Jährigen die Trennung zwischen Arbeit und „Hobby“ – auch durch den Namen – hilfreich.

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Die Klänge seiner Musik und sein Pseudonym erinnern an den bretonischen Musiker Yann Tiersen. Und tatsächlich: „Mich verbindet durch (Ur-)Verwandtschaft und mein Auslandsstudium in Bordeaux neben der fließenden Sprache auch die Musik und Kultur mit Frankreich. Ich beobachte Yann Tiersen bereits seit Jahren musikalisch, habe ihn unter anderem in der Elbphilharmonie gehört und empfinde seine Musik, das Gefühl, welches er in seine Kompositionen einbringt und umsetzt als unvergleichlich.“

„Taiwan“ heißt das siebte Album von Yann Sterling. Die Musik darauf umschreibt vier Städte auf seiner Reise durch den Inselstaat Foto: Claudia Tejeda; Cover: Hanseatic Sterling Records
„Taiwan“ heißt das siebte Album von Yann Sterling. Die Musik darauf umschreibt vier Städte auf seiner Reise durch den Inselstaat Foto: Claudia Tejeda; Cover: Hanseatic Sterling Records

Nach Hamburg ist der gebürtige Rheinland-Pfälzer fürs Jura-Studium gekommen. Nach Wohnungen in Hamm, Neustadt, Bahrenfeld, Othmarschen und Ottensen lebt er nun in Schnelsen. „Zwar erst kurze Zeit, doch ich fühle mich bereits sehr gut aufgehoben. Ich liebe die Ruhe, die Nähe zur Natur und die gute Anbindung an notwendige Besorgungen“, sagt Sterling, „weniger gefällt mir die schlechte Bahnanbindung (fast anderthalb Stunden Fahrt mit dem HVV nach Winterhude!).“

Zur Musik ist Yann Sterling durch seine Eltern gekommen: „Mein Vater spielt seit über 40 Jahren Gitarre und meine Mutter seit über 20 Jahren Klavier. Ich begann mit fünf Jahren – erst mit Schlagzeug, dann kam Gitarre dazu und im Alter von 15 Jahren brachte ich mir selbst Klavierspielen bei.“ Inzwischen sind sogar noch Bassgitarre und Saxophon hinzugekommen. Auf seinem früheren Album „Zu viel Gefühl(t)“ spielt Sterling alle Instrumente selbst. Außer einem Cover hat er bisher alle seine Stücke selbst komponiert: „Sobald ich am Klavier sitze und es die Stimmung zulässt, fliegen mir die Melodien zu. Emotionale Momente treiben bei mir die meisten Früchte.“ cc

Musik-Streamin

www.yannsterling.de und bei YouTube, Spotify, Deezer...

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