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Themenwelten Hamburg
Jahrbuch des Alstervereins ist erschienen

Abwechlungsreicher Lesespaß: Jahrbuch des Alstervereins 2022

Der Lehrer Ernst Stapelfeld mit seiner Schulklasse im Jahre 1884. Foto: Privatarchiv Rainer Hoffmann

Das 95. Jahrbuch des Alstervereins ist erschienen. Auf 244 Seiten bietet es Themen vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. „Das Jahrbuch ist so etwas wie eine historische, biographische und künstlerische lokale Enzyklopädie, die in jedem Jahr durch ein neues Kapitel ergänzt wird”, sagt Dr. Rainer Hoffmann, der Schriftführer des Vereins. 14 Autoren haben 20 Artikel und Gedichte in Hoch- und Plattdeutsch für das aktuelle Buch verfasst, das in Anbetracht der Zeitumstände mit einem plattdeutschen Artikel des kürzlich verstorbenen Pastor i. R. Cord Denker aufmacht: „De Krieg fritt allns“. Es folgt der reich bebilderte Aufsatz von Dr. Dr. Axel Lohr über die Gründung der ersten deutschen Freimaurerloge im Jahr 1737 in Hamburg. Dr. Rainer Hoffmann berichtet in seinem Artikel über die Poppenbütteler Schulbauten vom 19. bis zum 20. Jahrhundert.

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Der Lehrer Ernst Stapelfeld (1856–1944) verwaltete die Schulstelle von 1881 bis 1890 und machte in der Schulchronik vorsichtige ironische Bemerkungen über den Zustand seines Schulhauses: „Die jetzige sogenannte „beste Stube“, der ehemalige Kuhstall, könnte wohl manches Lied von den ehemaligen gehörnten Insassen singen.“ Klaus Tim berichtet über die seltsame hamburgische Landesgrenze in Volksdorf und der Beitrag von Dr. Uwe Gleßmer beschäftigt sich mit der Verwicklung der Alsterdorfer Anstalten in der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront. Der Autor bleibt in seinem Artikel „Die SS in Wellingsbüttel und das Gemälde im Herrenhaus“ im gleichen Zeitabschnitt und behandelt u. a. das große Wandgemälde, das sich heute in der Bibliothek des Alstertalmuseums befindet. Klaus Wohlenberg blickt auf seine Schulzeit an der Poppenbütteler Ludwig-Frahm-Schule in den Jahren 1943 bis 1952 zurück, Wolf-Rüdiger Wendt stellt dar, wie der Traum vom eigenen Haus im Jahr in den 1970er Jahre im „Hamburg-Bau“ wahr wurde und Dr. Angelika Rosenfeld erinnert an ein trauriges Jubiläum, nämlich an den ersten Mord der RAF im Jahr 1972 in der Nähe des Alstertal-Einkaufs-Zentrums, bei der der Polizist Norbert Schmid ermordet wurde. Gedichte und Hinnie Jürjens Schilderung seiner Kindheit und Jugend nach der Ausbombung in Barmbek runden diesen Teil ab.

Das Jahrbuch ist im Alstertalmuseum (Wellingsbüttler Weg 75 a) sowie unter www.alsterverein.de/
Kontakt zum Preis von 15 Euro erhältlich


Rehwild im Liebestaumel

Noch bis Mitte August dauert die Paarungszeit beim Rehwild. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg e. V. (SDW) appelliert daher an alle Autofahrer/-innen weiterhin in den Morgen- und frühen Abendstunden besonders achtsam unterwegs zu sein. „Wenn jetzt ein Reh die Straße überquert, folgt in der Regel auch ein weiteres Tier. Meist ist es dann der Rehbock, der die Ricke vor sich hertreibt“, so Waldexperte Jan Muntendorf. Sollte es zu einem Unfall gekommen sein, wird die Polizei gerufen. Dies gilt auch, wenn das Rehwild angefahren in den Wald flüchtet. Wer angefahrenes Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig. In Hamburg wurden im Jahr 2019/2020 laut Wildunfallstatistik 280 Rehe überfahren.

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